Einsprache verzögert Containeranlage für Schulraum
Das geplante Containerprovisorium auf der Neuhus Wiese zur Schaffung von temporärem Schulraum für Kinder mit besonderem Förderbedarf für die GHG St.Gallen verzögert sich. Während der öffentlichen Auflage des Projekts sind insgesamt vier Einsprachen eingegangen. Drei davon wurden inzwischen rechtskräftig zurückgezogen. Die Gespräche im Zusammenhang mit der vierten Einsprache führte hingegen zu keiner Einigung. Somit wird der Gemeinderat die Einsprache demnächst behandeln und das übliche Einspracheverfahren kommt zum Tragen.
Stiftung Kronbühl zieht sich zurück
Die Verzögerung hat Auswirkungen auf die ursprünglich geplante Nutzung der Anlage. Das Containerprovisorium entlang der Romanshornerstrasse war zunächst für die Stiftung Kronbühl vorgesehen. Sie hätte die Anlage ab Sommer 2026 während rund eines Jahres als Zwischenlösung genutzt. In dieser Zeit soll der Standort der Stiftung an der Ringstrasse aufgestockt werden, um dort zusätzlichen Raum zu schaffen. Die Stiftung Kronbühl hat sich mittlerweile aus dem Projekt auf der Neuhus Wiese zurückgezogen. Ausschlaggebend dafür sind die planerischen Unsicherheiten aufgrund der noch offenen Einsprache. «Aufgrund der unsicheren Perspektiven und der zeitlichen Dringlichkeit haben wir uns entschieden, eine interne Alternative für die Übergangslösung weiterzubearbeiten», erklärt Marcel Koch, Leiter der Stiftung Kronbühl.
GHG hält am Projekt fest
Die GHG St.Gallen hat zeitlich etwas mehr Spielraum, da der Einzug in das Containerprovisorium für Sommer 2027 vorgesehen ist. Sie hält nach wie vor am Projekt fest. Die Anlage umfasst knapp 50 Container auf zwei Stockwerken und bietet Platz für rund 70 Kinder. Vorgesehen ist eine Nutzung als Übergangslösung während rund zehn Jahren, bis die GHG St.Gallen langfristig geeignete Infrastruktur schaffen kann.
Die Containeranlage werden vom Trägerverein Integrationsprojekte St.Gallen (TISG) vermietet, da er sie selbst nicht mehr benötigt. Ein Teil der Container werden bereits in Wittenbach auf dem ehemaligen Walo-Areal an der Hofenstrasse zwischengelagert, bis eine rechtskräftige Bewilligung für das Projekt vorliegt.