Provisorischer Schulraum auf der Neuhus Wiese

5. Mai 2026
Ein temporäres Schulprovisorium auf der Neuhus Wiese schafft dringend benötigten Raum für Kinder mit besonderem Förderbedarf und verbindet dabei die Bedürfnisse von zwei Institutionen.

Auf der Neuhus Wiese ist ein auf etwa zehn Jahre angelegtes Provisorium geplant, das benötigten Schulraum für Kinder mit besonderem Betreuungsbedarf schaffen soll. Die GHG St.Gallen (Gemeinnützige und Hilfs-Gesellschaft) beabsichtigt, dort gegebenenfalls eine Containeranlage zu nutzen. Das Bauprojekt wurde vergangene Woche publiziert.

Platz für 70 Kinder
Die Anlage umfasst knapp 50 Container, verteilt auf zwei Stockwerke, und bietet Platz für rund 70 Kinder. Vorgesehen sind zudem ein eingezäunter Pausenplatz mit Grünfläche sowie sickerfähige Parkplätze. Im Vergleich zum früheren Migros-Provisorium fällt die Containeranlage kleiner aus und beansprucht etwa zwei Drittel der damaligen Fläche. Der Aushub zur Erstellung des Fundaments wird zu einem begrünten Lärmschutzwall zwischen Containeranlage und Romanshornerstrasse aufgeschichtet.

Ein Projekt, drei Partner
Das Projekt vereint drei Akteure mit unterschiedlichen Bedürfnissen:

  1. TISG (Trägerverein Integrationsprojekte St.Gallen)
    Er ist als Besitzer der Container und damit Bauherr des Projekts. Er vermietet die Container, da er diese selbst nicht mehr benötigt. Für die Nutzung der Gemeindefläche entrichtet er der Gemeinde einen Mietzins.
  1. GHG St.Gallen
    Der Bedarf an Sonderschulplätzen nimmt stetig zu und die GHG ist deshalb auf der Suche nach zusätzlichem Schulraum. Das gemietete Containerprovisorium könnte ihr als Übergangslösung dienen, bis eine langfristige Infrastruktur geschaffen werden kann. Frühestmöglicher Bezug wäre Sommer 2027, sofern alle Instanzen mit der Lösung einverstanden sind.
  1. Stiftung Kronbühl
    Auch sie benötigt mehr Raum und plant die Aufstockung ihres Standorts an der Ringstrasse. Ein bewilligtes Projekt liegt vor. Während der Bauzeit wird jedoch eine temporäre Lösung erforderlich. Deshalb möchte sie die Containeranlage bereits im Sommer 2026 für rund ein Jahr nutzen, bevor sie diese an die GHG übergeben könnte.

So erfüllt das Vorhaben gleich zwei Funktionen: Es ermöglicht der Stiftung Kronbühl den Start ihre Bauarbeiten und könnte der GHG die notwendige Zeit für eine nachhaltige Planung verschaffen.

Zeitplan  
bis 15. Mai: Auflage Bauprojekt
Mai Zwischenlagerung der Container am Rande der Neuhus Wiese, bis die Bewilligung rechtskräftig ist
Sommer 2026 Einzug Stiftung Kronbühl
Sommer 2027 Auszug Stiftung Kronbühl, Einzug GHG
2037 Beendigung des Provisoriums und Rückbau der Anlage

 

Parzelle Neuhus
Die Parzelle Neuhus (Nr. 2482) liegt in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen, womit das Projekt zonenkonform ist. In der Revision der Ortsplanung ist für die Parzelle eine bauliche Entwicklung vorgesehen. Von dieser sieht die Gemeinde in den kommenden zehn Jahren ab, um den Wohnungsbau zeitlich besser auf aktuelle und geplante Bauprojekten abzustimmen.

 

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