6. Februar 2024
Das Sozialamt ist für die Unterbringung von geflüchteten Personen zuständig, die der Gemeinde vom Kanton zugeteilt werden. Dafür werden aktuell 22 Wohnungen beansprucht. Bei mehr als der Hälfte dieser Wohnungen handelt es sich um gemeindeeigene Wohnungen. Für das Sozialamt wie auch für die Liegenschaftsverwaltung ist eine solche Vermietung mit Vorteilen verbunden.

In der Gemeinde Wittenbach leben Stand Dezember 2023 knapp 270 geflüchtete Personen. Je nach Status können die Geflüchteten ihren Wohnort innerhalb des Kantons selbst bestimmen oder sie werden vom Kanton im Verhältnis zur Einwohnerzahl auf die Gemeinden verteilt. Für diese Familien, Einzelpersonen oder Paare ist grundsätzlich das Sozialamt für die Unterbringung zuständig. In einigen Fällen wohnen diese Personen bei Verwandten oder Bekannten bzw. finden selbstständig eine Wohnung. In den meisten Fällen hingegen sucht das Sozialamt passende Wohnungen, wie Jessica Kern, Leiterin des Sozialamtes, erklärt: «Entweder wir finden eine geeignete Wohnung auf dem Wohnungsmarkt oder klären mit der Liegenschaftenverwaltung der Gemeinde, ob eine entsprechende Wohnung frei ist.» Der Mietvertrag wird in beiden Fällen auf die Politische Gemeinde ausgestellt.

Vorteil von gemeindeeigenen Wohnungen
Aktuell sind 49 Personen, für welche das Sozialamt für die Unterbringung zuständig ist, auf 22 Wohnungen in Wittenbach verteilt. 15 davon sind Wohnungen der Gemeinde. Die Unterbringung in den gemeindeeigenen Wohnungen ist für Jessica Kern mit Vorteilen verbunden: «Wir profitieren von vereinfachten Abläufen, einer unkomplizierten und reibungsfreien Zusammenarbeit mit der Liegenschaftsverwaltung und haben bei Bedarf eine Ansprechperson im Haus.» Aber auch Thomas Segginger, Liegenschaftsverwalter der Gemeinde, schätzt die Zusammenarbeit mit dem Sozialamt. «Externe Vermietungen bringen durch die Ausschreibung, Wohnungsbesichtigungen etc. einen grösseren Aufwand mit sich.» Von den insgesamt rund 35 gemeindeeigenen Wohnungen werden 15 über das Sozialamt an Geflüchtete untervermietet.

Sinnvolle Zwischennutzung
Die Gemeinde hat in vergangener Zeit verschiedene Liegenschaften insbesondere an der St. Gallerstrasse gekauft. Dies mit der Idee, im Rahmen der Ortsplanung Möglichkeiten für die künftige Entwicklung des Schulhaus Kronbühl zu schaffen. Bis auf weiteres dienen die Liegenschaften jedoch weiterhin als Wohnraum. Bestehende Mietverhältnisse wurden gemäss Thomas Segginger beim Kauf jeweils zu den gleichen Konditionen übernommen. Die Geflüchteten konnten immer in freien Wohnungen untergebracht werden. «Es ist nie vorgekommen, dass wir bestehende Mieter zugunsten von geflüchteten Personen gekündigt haben.» Die Situation um die Unterbringung von Geflüchteten ist laut Jessica Kern in Wittenbach glücklicherweise entspannt, nicht zuletzt auch dank den gemeindeeigenen Liegenschaften: «Aktuell sind wir noch in der Lage, für die uns zugewiesenen Personen Wohnraum zu finden.»

Gemeindeliegenschaften