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News | Veranstaltungen

„Auch die nächsten wollen eine saubere Feuerstelle“

Sobald das Wetter schön und die Temperaturen frühlingshaft sind, zieht es die Menschen nach draussen: an der Sonne flanieren, mit dem Velo den Feldern entlang fahren oder z. B. die Ruhe im Wald geniessen. Feuermachen und Grillieren oder Picknicken sind dabei beliebte Aktivitäten, insbesondere an den Wochenenden. Das mussten in den letzten Wochen auch die Aussendienstmitarbeiter des Werkhofs auf negative Art und Weise feststellen, wie Patrick Hersche, Leiter Werkhof ausführt: „An den Feuerstellen wird einfach der ganze Abfall liegen gelassen. Es ist unglaublich, was wir da zum Teil vorfinden: Flaschen, Glasscherben, Büchsen, Gaskartuschen, Essensreste - das ist nicht nur eklig sondern auch wahnsinnig respektlos!“

Der Abfall wird nicht nur an den Feuerstellen liegen gelassen, sondern auch entlang der Sitter, an Plätzen, die zum Verweilen einladen. Die Aussendienstmitarbeiter benötigen viel Zeit, um auch dort wieder für Sauberkeit zu sorgen. „Wir laufen der Sitter entlang, um all den Abfall einzusammeln. Der Mehraufwand ist gigantisch und hat sich in der letzten Zeit etwa verdoppelt.“ sagt Patrick Hersche weiter. So investieren die Mitarbeiter etwa 20-25 Stunden pro Woche für diese Aufräumarbeiten und tragen dabei enorme Abfallberge zusammen. Letzte Woche konnten mit dem Abfall etwa drei 800 Liter grosse Container gefüllt werden, das entspricht etwa dem Doppelten der üblichen Menge. Insbesondere an den Wochenenden verstärkt sich das Littering. „Auch die nächsten wollen eine saubere Feuerstelle oder Picknickplatz. Die Leute sollen darum einfach ihren Abfall wieder mitnehmen und entsorgen“ wünscht sich Patrick Hersche.

Jerry Frei, Jugendarbeiter in Wittenbach, ist sich bewusst, dass insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene für das Littering verantwortlich sein könnten. „Die jungen Leute suchen sich ihren Sozialraum eher im öffentlichen Raum als es die Erwachsenen tun.“ Jerry Frei und sein Team sind deshalb im Rahmen der aufsuchenden Jugendarbeit an den öffentlichen Plätzen wie im Dorf, den Schulanlangen oder im Zentrum unterwegs. Dabei haben sie jedoch keinen ordnungspolitischen Auftrag, sondern sensibilisieren die jungen Leute für ein verantwortungsvolles Verhalten im öffentlichen Raum. „Wir weisen sie darauf hin, dass sie die Aussenplätze nutzen können solange sie sich an die örtlichen Regeln halten. Das bedeutet vor allem, dass die Nachtruhe eingehalten und der Abfall eingesammelt und ordentlich entsorgt werden soll.“ so der Jugendarbeiter. Aufgrund der Zunahme des Litterings bei Feuerstellen, hat die Jugendarbeit seit Mitte April die Route erweitert und ist nun auch an Feuerstellen unterwegs.

Für den ordnungspolitischen Aspekt hat die Gemeinde seit dem 25. März 2020 eine private Sicherheitsfirma beauftragt. Dabei ging es in erster Linie um die Umsetzung der Verhaltensregeln in Bezug auf das Coronavirus. Nun wurde dieser Auftrag erweitert, das heisst der Ordnungsdienst kontrolliert auch regelmässig die öffentlichen Feuerstellen. „Wir hoffen, dass wir mit dieser Massnahme gegen das übermässige Littering vorgehen können“, sagt Urs Schnelli, Gemeinderat und Verantwortlicher für das Ressort Sicherheit. Der Ordnungsdienst weist gleichzeitig auch weiterhin auf die Verhaltensregeln des Bundesamtes für Gesundheit hin.


Littering bei Feuerstelle
 

Datum der Neuigkeit 28. Apr. 2020
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