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News | Veranstaltungen

Über Corona-Solidarität, Vermittlung und Kontrollgänge

Das Coronavirus hat unser übliches Leben über den Haufen geworfen. In den letzten paar Wochen mussten sich alle an die Massnahmen des Bundes gewöhnen und sich den Herausforderungen der neuen und ungewohnten Situation stellen. So auch die Wittenbacher Bevölkerung und die Wittenbacher Behörde. Gemeinderat Urs Schnelli, Verantwortlicher für das Ressort Sicherheit, zieht eine Zwischenbilanz.

Was sind deine Erfahrungen aus den vergangenen Wochen?
Auch wir als Behörde mussten uns stetig an die neue Situation anpassen und evaluieren, welche Massnahmen es für die Gemeinde zu treffen galt. Dabei haben wir gut mit den Schulen zusammengearbeitet und uns jeweils abgesprochen. Ich freue mich über all die Helferinnen und Helfer, die für Personen aus der Risikogruppe Unterstützung anbieten. Diese Solidarität zu erleben, ist schön. Zudem hat mich sehr positiv überrascht, wie schnell sich der Regionale Bevölkerungsschutz in dieser Krise organisiert hat. Diese neue Organisation aus der Zusammenlegung der verschiedenen Zivilschutzorganisationen ist ja erst seit anfangs Jahr aktiv und hatte keine Zeit sich zu finden, Übungen zu machen etc.

Du hast die Helferinnen und Helfer angesprochen. Wie läuft diese Vermittlung ab?
Der Regionale Bevölkerungsschutz hat die Hotline 071 272 23 07 und die Email kpzso@stadt.sg.ch eingerichtet. Über diese Kontaktmöglichkeiten können sich Personen melden, die Hilfe anbieten und jene, die Unterstützung in Anspruch nehmen möchten. Die Vermittlung ist dann die Sache der Gemeinden. In Wittenbach übernehme ich diese Funktion, das heisst ich erhalte zweimal täglich eine aktuelle Excelliste, die ich nach Wittenbacher Personen filtern kann. Für die Vermittlung schaue ich dann, dass Helfende und Hilfesuchende möglichst nahe beieinander wohnen. Aktuell haben wir ca. 25 Wittenbacherinnen und Wittenbacher, die ihre Unterstützung anbieten und etwa zwölf Hilfesuchende. Für mich sind das durchschnittlich eins bis drei Telefonate pro Tag.

Erhältst du ein Feedback, ob die Vermittlung erfolgreich war?
Von jenen, die Hilfe anbieten erhalte ich ab und zu ein Feedback. Bis jetzt hat offenbar alles tiptop geklappt, was mich natürlich freut. Bei einem Vermittlungsversuch habe ich aber auch schon erlebt, dass der Hilfesuchende meinen Anruf nicht abgenommen hat. Das ist bisschen schwierig nachzuvollziehen, schliesslich ist die Idee, dass Hilfesuchende möglichst schnell Unterstützung erhalten. Aber vielleicht war es ja auch nicht so dringend.

Der Bundesrat bittet die Bevölkerung zu Hause zu bleiben, verbietet Gruppen von über fünf Personen und rät zum Abstand halten. Wie werden diese Regeln in Wittenbach befolgt?
Der Grossteil der Bevölkerung hält sich in Wittenbach grundsätzlich an die Regeln. Es war zu erwarten, dass sich v.a. Jugendliche teilweise nicht daran halten. So gab es auch in Wittenbach Jugendgruppen, die wir angesprochen haben. Ein Ordnungsdienst ist dazu täglich auf Kontrollgängen unterwegs und soll damit Gruppenansammlungen verhindern und auf die Regeln des Bundesamtes für Gesundheit hinweisen. Diese Kontrollgänge stossen auf gute Akzeptanz, so hatte ich diesbezüglich einige positive Feedbacks. Verzeigungen und Bussen mussten bis jetzt noch keine ausgesprochen werden. Übrigens ist der Ordnungsdienst jeweils am Samstag auch beim Entsorgungshof präsent und weist falls nötig auf die BAG-Regeln hin. Mir ist wichtig, dass wir die Entsorgungsstelle so lang wie möglich offen halten können. Wenn die Leute zu Hause bleiben, entsteht auch mehr Abfall und der will richtig entsorgt werden.

Gemeinderat Urs Schnelli im Gespräch mit Isabel Niedermann


Urs Schnelli
 

Datum der Neuigkeit 14. Apr. 2020
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