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News | Veranstaltungen

Auch die kleine Einheitsgemeinde bringt Vorteile

An der Bürgerversammlung vom 25. November 2019 entscheiden die Stimmberechtigten über die kleine Einheitsgemeinde. Der Gemeinderat wie auch der Primarschulrat würden eine grosse Einheitsgemeinde befürworten. Da dieser Prozess aufwändiger und umfassender ist und damit mehr Zeit benötigt, ist in einem ersten Schritt nun die kleine Einheitsgemeinde geplant. Doch auch die kleine Einheitsgemeinde macht Sinn. Die Primarschulratspräsidentin Ruth Keller und Gemeindepräsident Oliver Gröble mit konkreten Beispielen.

Ein Argument für die kleine Einheitsgemeinde ist die Nutzung von Synergien. Könnt ihr das veranschaulichen?
Oliver Gröble: Aktuell werden beispielsweise zwei Buchhaltungen geführt, zwei Jahresrechnungen erstellt, es sind zwei Geschäftsprüfungskommissionen nötig oder es gibt zwei Personaladministrationen. Mit der kleinen Einheitsgemeinde können wir solche Aufgaben bündeln und zusammenlegen.

Ruth Keller: Mit dem Cavallino kann ich ein weiteres Beispiel anfügen. Heute erfüllt das Cavallino zwei Leistungsaufträge. Einen von der Primarschulgemeinde mit dem Mittagstisch und der zweite für die Politische Gemeinde mit dem Kita-Angebot für die Vorschulkinder und dem Hortangebot. Mit der kleinen Einheitsgemeinde können genau solche Doppelspurigkeiten beseitigt werden.

Welche weiteren Vorteile bringt die kleine Einheitsgemeinde?
Ruth Keller: Die Primarschule hat mit drei Schulhäusern, zehn Kindergärten und dem Dienstleistungszentrum verschiedene Liegenschaften, die es zu bewirtschaften gilt. Das ist jedoch nicht das Kerngeschäft der Schule. Mit der kleinen Einheitsgemeinde kann die Schule diesen Bereich der Bauverwaltung übergeben, welche die Liegenschaften professionell bewirtschaften kann. Die Schule kann sich damit auf ihr Kerngeschäft, nämlich die Bildung, konzentrieren.

Oliver Gröble: Der Bildungsbereich ist ein grosser Budgetposten. Jetzt überträgt die Politische Gemeinde den Finanzbedarf der Primarschule in unser Budget. Das macht im Budget 2020 knapp 30% aus, mit dem Finanzbedarf der Oberstufenschule sind es sogar über 40%. Mit der Einheitsgemeinde können wir zusammen strategische Inhalte bestimmen und über die Finanzierung und Investitionsplanung entscheiden.

Ihr habt Beispiele aufgeführt, welche die Bevölkerung nicht wirklich spüren kann?
Ruth Keller: Das ist richtig. Im Schulbetrieb wird von einer Einheitsgemeinde auch nichts zu spüren sein. Die Lehrer haben wie bisher ihre Schulleitungen vor Ort als erste Ansprechperson, die Kinder erhalten den Unterricht weiterhin in hoher Qualität und für die Eltern sind die Lehrpersonen der wichtigste Kontakt. Für Neuzuzüger mit schulpflichtigen Kindern gibt es mit der Einheitsgemeinde eine Vereinfachung. Sie müssen sich dann nicht mehr bei der Primarschulgemeinde und der Politischen Gemeinde anmelden. Eine Anmeldung reicht.

Oliver Gröble: Gerade weil eine Einheitsgemeinde für die Bevölkerung wenig spürbar ist, kann ich Unsicherheiten gegenüber der Einheitsgemeinde nachvollziehen. Aus organisatorischer und verwalterischer Sicht, macht sie jedoch durchaus Sinn. Das zeigt auch die Entwicklung im Kanton St. Gallen, da sind nämlich von den 77 Politischen Gemeinden bereits 55 Einheitsgemeinden.

Ruth Keller und Oliver Gröble im Gespräch mit Isabel Niedermann



Datum der Neuigkeit 20. Nov. 2019
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