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News | Veranstaltungen

Wer bezahlt, wenn die Feuerwehr ausrückt?

Sommerzeit ist Glacezeit, ist Badezeit, ist Ferienzeit und ist leider halt auch Wespenzeit. Die Feuerwehr Wittenbach-Häggenschwil hatte in den letzten vier Wochen bereits vier Einsätze, bei denen Wespennester entfernt werden mussten. Dominik Sutter, Kommandant der Feuerwehr Wittenbach-Häggenschwil im Gespräch über Dienstleistungen und Hilfeleistungen:

Ist die Feuerwehr der richtige Ansprechpartner, wenn ich ein Wespennest auf meinem Balkon entfernt haben möchte?
Grundsätzlich ist die Feuerwehr eine Hilfeleistungsorganisation. Das heisst, wenn eine Notlage gegeben ist, rücken wir aus. Ein Wespennest auf dem Balkon ist zwar nervig und stört, aber es ist keine Notlage im eigentlichen Sinn. Die Entfernung von Wespennester gehört also nicht zu unseren primären Aufgaben. Du könntest in diesem Fall auch ein Insektenbekämpfungsunternehmen anrufen. Aber auch wir haben gerade in der Sommerzeit immer wieder mal Einsätze wegen Wespennester. Solche Einsätze bezeichne ich dann aber als Dienstleistungen.

Das heisst, ich erhalte eine Rechnung für diesen Einsatz?
Genau. Ich unterscheide zwischen Hilfeleistung und Dienstleistung. Eine Dienstleistung ist es dann, wenn der Einsatz geplant werden kann, wenn er nicht unmittelbar stattfinden muss. Oder anders gesagt, dann wenn der Zeitfaktor keine Rolle spielt. Das kann beispielsweise das Wespennest auf deinem Balkon sein, Verkehrsdiensteinsätze für Anlässe oder auch Brandschutzausbildungen. In solchen Fällen informieren wir, wie teuer der Einsatz kommt, dann kann man sich entscheiden, ob man das Angebot annehmen oder ablehnen will. Für die Entfernung deines Wespennestes verrechnen wir zum Beispiel 120 Franken. Wir helfen gerne, sehen uns aber nicht als gratis Dienstleister.

Und bei den Hilfeleistungen?
Im Gegensatz zu den Dienstleistungen geht es bei den Hilfeleistungen um Notfälle. Wir rücken aus, weil unser Einsatz unmittelbar notwendig ist, da sich Personen, Tiere oder Sachwerte in einer Notlage befinden. Diese Hilfe leisten wir unentgeltlich. „Notlage“ ist jedoch ein dehnbarer Begriff und manchmal ist halt die Grenze zwischen einer Dienstleistung und einer Hilfeleistung nicht ganz klar.

Es gibt also keine klare Regelung welche Einsätze verrechnet werden und welche nicht?
Das kantonale Gesetz über den Feuerschutz enthält Richtlinien. Innerhalb dieser Richtlinien gibt es jedoch einen gewissen Handlungsspielraum. So wird die Verrechnung von Einsätzen unter den Feuerwehrorganisationen unterschiedlich gehandhabt. Mir ist wichtig, dass wenn jemand dringend Hilfe benötigt, uns anruft. Ich will nicht, dass die Leute damit zögern, weil sie Kosten befürchten.

Dominik Sutter, Kommandant der Feuerwehr Wittenbach-Häggenschwil im Gespräch mit Isabel Niedermann


Dominik Sutter, Kommandant der Feuerwehr Wittenbach-Häggenschwil
 

Datum der Neuigkeit 16. Juli 2019
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