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News | Veranstaltungen

Wittenbach blüht auf!

Am vergangenen Samstag war Abholtag der Sträucherbestellaktion. Das regionale ökologische Vernetzungsprojekt zwischen Sitter und der Goldach rief die Bevölkerung im vergangenen Herbst dazu auf, ihre Gärten mit wertvollen, einheimischen Sträuchern zu schmücken. Insgesamt 130 Be­steller machten davon Gebrauch und bestellten über 4‘500 Sträucher. Darunter waren auch Grossbestellungen, mit denen drei neue farbenfrohe, mit Dornen besetzte Hecken angelegt wur­den.

Das Vernetzungsprojekt setzt sich zum Ziel, die noch vorhandene Artenvielfalt (Biodiversität) zu erhalten und zusammenhängende Lebensräume auf den landwirtschaftlichen Nutzflächen zu gestalten. Aber auch im Siedlungsgebiet sollen wieder vermehrt Pflanzen als Futterquellen von In­sekten und Vögel stehen und dabei die noch vorhandenen Problempflanzen (Neophyten) ersetzen.

Die Gemeinde Wittenbach nutzte die Aktion und ersetzte beim Gemeindehaus einen Maschen­drahtzaun mit einer 80 Meter langen Niederhecke. Revierförster und Gemeinderat Beni Gautschi zeigte dabei den interessierten Bestellern, wie die Sträucher gepflanzt und gepflegt werden. In wenigen Jahren wird die neue Hecke einen farbigen, attraktiven und wertvollen Teil der Umge­bungsbepflanzung darstellen. Der dazugehörende Wiesenstreifen von 3m Breite wird zudem mit einer Blumenwiesenansaat versehen und neu extensiv bewirtschaftet. Zudem wurden zu Beginn der Hecke bei der Dottenwilerstrasse drei Weiden gesetzt. Diese werden zu Kopfweiden geschnit­ten und veranschaulichen in Zukunft die Namensgebung unserer Gemeinde (Widen am Bach).

Vielleicht ist die neue Hecke auch für Sie eine Anregung, wie Ihre Umgebung zu einem naturnahen, wertvollen Lebensraum verbessert werden kann.

Trägerschaft des ökologischen Vernetzungsprojekts zwischen Sitter und der Goldach
Patrik Angehrn

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Patrik Angehrn beantwortet einige Fragen zum Vernetzungsprojekt zwischen Sitter und der Goldach:

Gibt es weitere Aktionen im Rahmen des Vernetzungsprojektes?
Gleichzeitig mit der Sträucherbestellung wurden 35 Eichen, Linden und Birnbäume an ausgewählte Landwirte gratis abgegeben. Diese Bäume werden auf den Drumlins (Hügel) gepflanzt und werden in einigen Jahren unser Landschaftsbild prägen.
Im Frühsommer findet eine Glühwürmchenexkursion statt. Interessierte können an einem Abendspaziergang das von Pro Natura zum Tier des Jahres gekürte Insekt beobachten.
Im Sommer werden die Landwirte im Projektperimeter aufgefordert, die Anzahl Bruten der Rauchschwalben in den Ställen zu melden. Gleichzeitig werden die Stallbesitzer über die Anforderungen informiert, welche die fleissigen Fliegenfresser benötigen, um sich hier wohl zu fühlen.

Welche Themen im Vernetzungsprojekt werden in Zukunft noch konkreter vertieft bzw. bearbeitet?
Diverse Wiesen werden seit Jahren nicht mehr gedüngt und extensiv bewirtschaftet. Sofern die Besonnung und die Bodenqualität es erlauben, sollen Blumenwiesen darauf eingesät werden. Mit artenreichen Blumenwiesen werden Lebensräume für eine Vielzahl an Insekten geschaffen.
Die zu Projektbeginn erstellten Laichtümpel werden geprüft und wenn nötig im kommenden Winter ausgebessert.
Das Bekämpfen von Neophyten insbesondere in den extensiv genutzten Flächen ist und bleibt ein Dauerthema und wird mit verhältnismässigen Mitteln durchgeführt.

Wo siehst du das weitere Potenzial für Wittenbach?
Geeignete landwirtschaftliche Flächen sollen für die Produktion von Lebensmittel intensiv genutzt werden. Die vielen Randflächen wie Wiesenborde, Waldränder oder Wegränder sollten ökologisch aufgewertet werden. Dabei hilft das Vernetzungsprojekt, in dem sie die Landwirte berät und Saatgut, Sträucher oder Bäume zu günstigen Konditionen aushändigt. Aber auch im Siedlungsgebiet hat es noch viel Potential. Es ist bereits viel erreicht, wenn sich der einfache Gartenbesitzer informiert, welche Sträucher eine Futterquelle für Insekten und Vögel darstellen und welche Sträucher eben „nur“ schön aussehen.

Im Gespräch mit Oliver Gröble

 


Showbepflanzung
 

Datum der Neuigkeit 26. März 2019
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