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16.01.2018 14:37:30


100 Tage als neuer Leiter des Alterszentrum Kappelhof

Anfangs Februar übernahm Ralf Kock die Leitung des Kappelhof von Markus Haag, der in den Ruhestand ging. Seine Freude über seine neue Aufgabe ist spürbar und immer wieder drückt der Hotelier in ihm durch: Er ist freundlich und zuvorkommend, ein nettes Hallo hier, ein kleiner Schwatz da, eine Nachfrage dort. Ralf Kock fühlt sich sichtlich wohl im Kappelhof und zieht im Gespräch Bilanz über seine ersten 100 Tage:

Wie haben Sie sich im Kappelhof eingelebt?
Bestens. Ich wurde vom Team offen empfangen und auch von den Bewohnerinnen und Bewohnern herzlich aufgenommen. Ich lege grossen Wert auf eine starke Präsenz und bin darum viel im Haus unterwegs. Das half und hilft immer noch die Stimmung bei den Mitarbeitenden zu spüren. Die Präsenz im Haus zahlt sich auch bei den Bewohnerinnen und Bewohnern aus: ich kann sie mit Namen begrüssen, kenne ihre Geschichten und sie kennen mich. Die Leitung vom Kappelhof kann nicht alleine verwalterisch abgehandelt werden.

Wie sieht Ihre persönliche Bilanz nach dieser Anfangszeit aus?
Da sind drei Dinge, die ich nennen möchte. Erstens: Ich bin durch meine Präsenz spürbar als neuer Leiter. Meine Tür steht allen offen und das wird auch immer wieder genutzt. Ob das nun ein Bewohner ist, der mein Einverständnis möchte, dass er mit seiner Drehorgel ein kleines „Konzert“ vorführen darf oder eine Mitarbeiterin, die mit einem Anliegen auf mich zukommt. Zweitens: Die Abstimmung im Februar über die Ausgliederung des Kappelhof aus der Gemeindeverwaltung hat gezeigt, dass das Vertrauen da ist, den Kappelhof in eine neue Ära zu leiten. Und das ist für die kommende Aufgabe sehr wertvoll. Und drittens: Ich habe festgestellt, dass der Kappelhof einen sehr guten Ruf hat. Den möchte ich beibehalten und sogar noch steigern. Und ich denke, das ist möglich. Natürlich ist die finanzielle Situation eine Herausforderung. Da sehe ich jedoch Potenzial und das möchte ich angehen.

Erlebten Sie ein besonderes Highlight, seit Sie angefangen haben?
Für mich waren es 100 lehrreiche, ereignisvolle und dankbare Tagen mit vielen schönen Begegnungen. Aber wenn ich jetzt etwas rauspicken müsste, dann war das vielleicht die Aufnahme im „Frauenchörli“. Da singe ich jetzt mit und es macht echt Spass. Ich glaube, die Damen wären enttäuscht, wenn ich da nicht mehr kommen würde. Und es ist einfach schön zu sehen, dass auch diese kleinen Gesten geschätzt werden.

Welche Herausforderungen stehen als nächstes an?
Die Umwandlung des Kappelhof in eine Aktiengesellschaft ist natürlich ein grosses Thema. Ich denke, den Kappelhof aus der Gemeindeverwaltung auszugliedern war die richtige Entscheidung. Da stecken wir jetzt in der Vorbereitungsphase und da wird noch einige Arbeit auf uns zukommen. Weiter wird uns die Erweiterung des Kappelhof mit dem Haus 4 stark beschäftigen. Zum einen geht es dabei um die Planung des Baus, anderseits bedingt die geplante Demenzabteilung aber auch organisatorische Anpassungen. Und die will ich früh genug angehen.
Ralf Kock mit zwei Bewohnerinnen vom Kappelhof
 

Datum der Neuigkeit 23. Mai 2017
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