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10.08.2022 12:56:53


Wehret den Anfängen

Es ist zwar schön, aber sorgt für Artenschwund auf den Wiesen. Das Einjährige Berufkraut schadet der Biodiversität und sollte deshalb wenn möglich vor der Blütenbildung entfernt werden.

Das Einjährige Berufkraut breitet sich auch in der Gemeinde Wittenbach aus. Die Pflanze  stammt ursprünglich aus Nordamerika und hat sich in der Schweiz als invasive Pflanze (Neophyt) etabliert. Es wächst besonders gerne auf Flächen, die selten gemäht werden, wie z.B. Böschungen, Wegränder und kiesige Areale aber auch Magerwiesen, Buntbrachen und Naturschutzgebiete. Durch seine starke Ausbreitung verdrängt das Berufkraut einheimische Pflanzenarten und kann so die Artenvielfalt auf unseren Wiesen reduzieren.

Innert kurze Zeit weit verbreitet
Die rasante Verbreitung verdankt das Berufkraut seinen zahlreichen Samen. Eine einzige Pflanze produziert bis zu hunderttausend Flugsamen, die durch den Wind verbreitet werden. Dadurch kann sie innert kurzer Zeit ein grosses Gebiet befallen, weshalb alle in der Region bei der Bekämpfung mitmachen sollten. Entgegen ihrem Namen ist die Pflanze zwei- oder gar mehrjährig. Das heisst, wenn sie nicht ausgerissen wird, kann sie Jahr für Jahr Tausende weitere Samen produzieren.

Bei der Bekämpfung mithelfen
Die Bekämpfung ist eine Herausforderung und erfolgt über viele Jahre hinaus. Die Sanierung einer stark befallenen Fläche ist sehr schwierig, da aus den im Boden eingelagerten Samen immer wieder neue Pflanzen entstehen. Einzelpflanzen können relativ einfach ausgerissen werden. Daher der Aufruf an die Bevölkerung, bei der Bekämpfung mitzuhelfen: Reissen Sie die Pflanze wenn möglichst vor dem Blühen mitsamt Wurzel aus. Dies kann im eigenen Garten erfolgen (Mähen alleine reicht jedoch nicht) oder auch beim Spaziergang. Blühende Pflanzen müssen im Kehricht, nicht-blühende Pflanzen dürfen kompostiert oder als Grüngut entsorgt werden.


Einjähriges Berufkraut
 

Datum der Neuigkeit 31. Mai 2022
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