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10.08.2022 13:34:37


Pandemie kaum Auswirkungen auf Sozialhilfe

Rund 3.3% der Wittenbacher Bevölkerung sind auf Unterstützung der Sozialhilfe angewiesen. Die Coronapandemie fiel dabei im vergangenen Jahr weniger ins Gewicht als erwartet.

Personen, die kein Einkommen haben oder deren Einkommen unter dem Existenzminimum liegt, haben Anspruch auf Sozialhilfe. Wie die Statistik 2021 zeigt, haben im vergangenen Jahr 327 Personen finanzielle Unterstützung durch die Sozialhilfe der Gemeinde Wittenbach erhalten.

 

2020

2021

Sozialhilfeausgaben brutto

2'935'666.37

2'958'877.00

Rückerstattungen

1'099'061.75

1'159'572.08

Nettobelastung für die Gemeinde

1'836'604.62

1'799'304.92

Sozialhilfeanfragen

92

64

Bewilligte Gesuche

58

50

Total Personen

392

327

Befürchtungen nicht eingetroffen
Im vergangenen Jahr trafen beim Sozialamt 64 Anfragen zur Sozialhilfe ein. „Das sind weniger als erwartet“, sagt die Leiterin des Sozialamtes, Madeleine Vivas „wir haben aufgrund der Pandemie mit mehr Anfragen gerechnet.“ Die von Bund und Kanton lancierten Massnahmen dürften vorerst einige Personen, die von der wirtschaftlichen Auswirkungen betroffen sind, aufgefangen haben. Somit hatte die Pandemie im vergangenen Jahr kaum Einfluss auf die Sozialhilfeunterstützungen.

Zunahme von Einzelpersonen
2021 beanspruchten im Vergleich zum Vorjahr zwar weniger Personen Sozialhilfe und doch sind die brutto Sozialhilfeausgaben leicht gestiegen. Dies ist gemäss Madeleine Vivas unter anderem darauf zurückzuführen, dass im vergangenen Jahr die Unterstützung von Einzelpersonen zugenommen hat. „Je mehr Personen im Haushalt leben, desto kleiner wird die Pro-Kopf-Unterstützung, da sich die Kosten auf mehrere Personen verteilen.“ Ein Einzelpersonenhaushalt verursacht somit die höchsten Kosten pro Person.

Rückzahlung der Sozialhilfe
Zum ersten Mal seit vier Jahren ist die Nettobelastung pro Einwohner*in leicht zurückgegangen und lag 2021 bei CHF 184.05 (Vorjahr: CHF 190.00). Dazu führten insbesondere die höheren Einnahmen bei den Rückerstattungen (Nachzahlungen IV-Renten/Ergänzungsleistungen. Abgeschlossene Sozialhilfedossiers werden aktiv bewirtschaftet, das heisst mit ehemaligen Sozialhilfebezüger*innen wird soweit möglich eine Rückzahlungsvereinbarung festgelegt. „Wir schauen individuell, inwiefern Rückzahlungen möglich sind, ohne die Personen zu demotivieren. Es wäre nicht die Idee, dass sie wieder von der Sozialhilfe abhängig werden.“ erklärt Madeleine Vivas.



Datum der Neuigkeit 15. März 2022
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