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05.12.2021 15:34:56


Naturvielfalt neu entdecken

Die Stadt St.Gallen und die Gemeinde Wittenbach fördern die Biodiversität bewusst – und lancieren im Rahmen des Modellvorhabens «Tobelwelt Sitter für alle» mit zwei Naturpfaden eine attraktive Möglichkeit, via App spielerisch Naturschätze vor der Haustür zu entdecken und erleben.

Biodiversität ist nicht einfach nur nett anzuschauen – sie ist unsere Lebensgrundlage. Die anhaltende Abnahme der Artenvielfalt in der Schweiz ist deshalb umso alarmierender. Auch die Stadt St.Gallen und die Gemeinde Wittenbach setzen sich dafür ein, dass Natur mehr Platz bekommt und sich Tiere und Pflanzen zuhause fühlen. Mit geschickter Planung und Pflege stellen sie sicher, dass öffentliche Flächen wie Wiesen, Bäche, Böschungen und Rabatten möglichst natürlich bleiben und wertvollen Lebensraum bieten. St.Gallen und Wittenbach zeigen ihr Engagement an verschiedenen Naturschauplätzen auf ihrem Gemeindegebiet: Sie lancieren zwei Naturpfade, die es mit der gleichnamigen App zu entdecken gibt. Erarbeitet wurden die beiden Pfade in Zusammenarbeit mit der Stiftung PUSCH Praktischer Umweltschutz im Rahmen des Modellvorhabens «Tobelwelt Sitter für alle».

Auf den Spuren der Natur mit einer App
Die App «Naturpfade» führt die Nutzer*innen durch die lokalen Lebensräume und lässt sie ihre Umgebung mit einem neuen Blick erkunden. Sie setzen sich spielerisch mit der Natur im Siedlungsraum auseinander und lernen unterwegs ihren Lebensraum besser kennen. Dabei erfahren sie auch, wie sie selber zum Erhalt und zur Förderung der Biodiversität beitragen können – sei es durch das Anlegen von Asthaufen und das Pflanzen einheimischer Sträucher im Garten oder mit Wildblumen auf dem Balkon, über die sich Bienen freuen. Die App «Naturpfade» wurde 2019 von der Stiftung Pusch ins Leben gerufen und ist in sechs weiteren Deutschschweizer Gemeinden ebenfalls nutzbar.

Der Naturpfad in Wittenbach
Ganz im Süden von Wittenbach, unmittelbar an der Grenze zu St.Gallen, liegt das Naturschutzgebiet Ziegelei. Dort wohnt unter anderem die gefährdete Gelbbauchunke. Über Waldrandgebiete und sogar einen Halt am Strassenrand, wo es unerwartete Vielfalt zu entdecken gibt, führt der Pfad mitten durch die Gemeinde und bietet so insgesamt acht Schauplätze. Für Daniel Worni, Leiter Bau und Infrastruktur, ist der Naturpfad eine Bereicherung: «Es ist toll, wenn die Nutzer*innen neben dem bekannten Naturschutzgebiet auch andere wertvolle Orte in Wittenbach kennen lernen und dabei noch spielerisch ihr Wissen erweitern können.»

Zwei Naturpfade – ein grösserer Zusammenhang
Das Projekt wird vom Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) im Rahmen der Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung 2020–2024 unterstützt; der Themenschwerpunkt heisst «Landschaft ist mehr wert». Das Modellvorhaben «Tobelwelt Sitter für alle» will dazu beitragen, dass die naturnahen Landschaften im und um das Sittertobel wieder mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung durch die Bevölkerung erhalten. Zudem sollen die Nutzerinnen und Nutzer des Naherholungsgebietes auch gemeinsam Verantwortung für diese Räume übernehmen.


Naturpfade
 

Datum der Neuigkeit 28. Sept. 2021
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