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05.12.2021 15:39:44


Zukunft von Wittenbach der Bevölkerung vorgestellt

Interessierte Einwohner*innen hatten am vergangenen Wochenende die Möglichkeit, sich an zwei Veranstaltungen über die künftige Entwicklung der Gemeinde zu informieren. Dabei wurde das ausgearbeitet Gemeindeentwicklungskonzept vorgestellt - 40 Seiten voller möglicher Vorhaben und Massnahmen über die Zukunft von Wittenbach.

Das 40-seitige Konzept lag beim Eingang auf und wurde schon bevor Gemeindepräsident, Oliver Gröble das Wort zur Begrüssung ergriff, interessiert durchgeblättert. Es sei aber noch nichts in Stein gemeisselt, werden die Referenten in den nächsten neunzig Minuten mehrmals versichern. So soll das Gemeindeentwicklungskonzept (GEK) aufzeigen, wie sich Wittenbach künftig weiterentwickeln könnte. Dabei handelt es sich um eine übergeordnete Strategie, die schliesslich als Grundlage für die Ortsplanung dient. Ein aktives Steuerungsinstrument für die nächsten zwanzig bis dreissig Jahre.

Die „Jungen“ sollen bleiben
„Wittenbach wird bis 2040 um 1800 Einwohner*innen anwachsen – so die Prognose des Bundesamt für Statistik und der kantonalen Fachstelle für Statistik“, weiss Ueli Strauss, Berater der Gemeinde in Sachen Raumentwicklung. Mehr Menschen in einer Gemeinde bedeutet laut Strauss grösserer Bedarf an Wohnraum, Schulen, Restaurants oder Einkaufsmöglichkeiten. Bedürfnisse, die weit voraus geplant werden wollen. Marcel Muri von der KEEAS AG hatte in den letzten Monaten die Aufgabe, die Siedlungsplanung und die Strategie für ein Wittenbach der Zukunft auszuarbeiten. Ein grosses Thema war dabei der Fakt, dass junge Wittenbacher*innen erfahrungsgemäss nach der Ausbildung weg aus der Gemeinde ziehen – einige kommen wieder zurück, um das Elternhaus zu übernehmen. Doch die „Jungen“ sollen gar nicht erst das Bedürfnis haben, wegziehen. Dazu müsse Wittenbach attraktiver werden für die jüngere Generation. Wohnungen auf einem hohen Standard für Jung und Alt sind gefragt. Dazu Begegnungsorte, Anreize für den Aufenthalt im Grünen oder Konsumationsangebote über die Mittagspause. All dies wurde im ausgearbeiteten Konzept berücksichtigt.

Interessierte Gäste
Anhand der Pläne zeigte Marcel Muri auf, wie künftig der Dorfkern ausschauen könnte, wo der geplante Wittenbacher Weg durchführt und welche Strassen noch grüner werden sollen. Auch die Bauvorhaben, welche bereits mit Investoren und Grundeigentümern angedacht wurden, erläuterte er. Hier stellte sich einer der Anwesenden die Frage, ob man überhaupt noch mitreden könne über die Vorhaben, oder ob bereits alles unter Dach und Fach sei. Hier klärte Oliver Gröble auf: „Um eine realistische Strategie erarbeiten zu können, sind solche Vorgespräche relevant“, so der Gemeindepräsident. Dazu interessierte es eine jüngere Besucherin, was für zusätzliche Angebote man für die Jugendlichen schaffen wolle. Nach der Erläuterung versicherte Gröble, Ideen seien herzlich willkommen. Bis hin zur Anregung einer Einwohnerin, die geplanten Wege möglichst breit zu gestalten, so dass sie mit ihrem Veloanhänger sicher unterwegs sein kann. Dass die Wittenbacher*innen bei der Entwicklung der Gemeinde mitwirken können, kam gut bei den Anwesenden an.

Marc Ferber


Gemeindeentwicklungskonzept
 

Datum der Neuigkeit 28. Sept. 2021
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