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05.12.2021 15:49:35


Was macht der Werkhof?

Um die vielfältigen Arbeiten des Werkhofs Wittenbach aufzuzeigen, wurden 2019 und 2020 im Rahmen einer Studie des Bauamtes in Zusammenarbeit mit Kommunal Partner AG sämtliche Arbeitsleistungen der Mitarbeitenden innerhalb eines Jahres erfasst. Als Grundlage diente eine Studie von 2017 welche die Bauverwaltung für ein Projekt der ETH Zürich erarbeitete, in der sämtliche relevanten Daten für den Aussendienst erfasst wurden. Dank den neu gewonnenen Erkenntnissen kann nun der Bedarf an weiteren Stellenprozenten belegt werden.

150 Stunden wurden benötigt, um alle geleisteten Arbeiten der Werkhofmitarbeitenden zu erfassen. Unterteilt wurden die aufgezeichneten Arbeitsstunden in achtzehn Leistungsgruppen, wie Gewässerunterhalt, Abfallentsorgung, Friedhofanlagen, Administration und Personelles. Vor allem die Bewirtschaftung und Instandhaltung der Gemeindeliegenschaften sowie der Strassen und Kanalisation nehmen laut der Studie viel Zeit und somit auch Budget in Anspruch. Arbeiten wie die Strassenentwässerung sowie die Kontrolle der Einlaufschächte nach starken Regenfällen liegen ebenfalls in der Hand des Werkhofes. Auch die Pflege der Sportanlagen benötigt einen beträchtlichen Zeitaufwand. Ein Beispiel anhand der Sportanlage Grüntal zeigt, dass der Unterhalt des Kunstrasen- und des Hauptplatzes, der Volleyballplätze sowie die Umgebungspflege des Freibads und die Reinigung der Garderobengebäude und Duschcontainer laut der Studie 1313 Stunden Arbeit im Jahr bedeuten. Fast so viele Stunden investiert das Team des Werkhofs für den Winterdienst. Vom Einkauf und der Lagerung von Salz und Split bis zur Schneeräumung und der Glatteisbekämpfung. Die Maschinen wollen dazu vorbereitet und gewartet werden was alleine bereits 130 Arbeitsstunden im Jahr in Anspruch nimmt.

Die Vielseitigkeit der Aufgaben zeigen

Alleine das Blumengiessen ist aufwändiger, als man denkt: Ganze 2100 Bäume, Sträucher und Blumen wollen verteilt in der ganzen Gemeinde regelmässig von den Werkhofmitarbeiter*innen gegossen werden. So seien es die vielen kleinen Dinge, welche man nicht sehe, die jedoch viel Zeit beanspruchen. „Von der Betreuung der Haltestellen, dem Fahnen aufhängen für die 1. Augustfeier bis zum Aufstellen von Festbänken“, zählt Daniel Worni, Leiter Bau und Infrastruktur auf. „Mit der Studie möchten wir die Vielseitigkeit der Arbeiten aufzeigen, um dann mit den real ermittelten Zahlen den wirklichen Arbeitsaufwand zu belegen“.

Nach der Studie wurde ein neues Programm eingeführt, mit dem nun auch das Controlling der ausgeführten Leistungen verbessert und die noch ausstehenden Arbeiten eruiert werden kann“, so der Leiter Bau und Infrastruktur weiter. Speziell die „unsichtbaren“ Arbeiten sollen nach der detaillierten Erfassung aller Tätigkeiten aufgezeigt werden. So lasse sich laut Daniel Worni auch das Budget für den Personalbedarf transparenter begründen – denn die Studie zeigt abschliessend: „Wir haben zu wenig Personal und können so den Bedarf zur Aufstockung der Stellenprozente begründen.“

Marc Ferber


Werkhof Wittenbach
 

Datum der Neuigkeit 22. Sept. 2021
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