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21.10.2021 23:51:05


Altersarbeit anders definiert – Projekt Socius

Die Spitex RegioWittenbach, das Alterszentrum Kappelhof AG sowie die Pro Senectute Regionalstelle haben als lokale Anbieter im Altersbereich eine Kooperationspartnerschaft gegründet. Mit Unterstützung der Politischen Gemeinde haben sie im Jahr 2019 beim Programm Socius 2, mit der Idee: Eine «sorgende Gemeinschaft» auch digital vernetzt, teilgenommen.

Zehn Projekte in der ganzen Schweiz wurden von der Age-Stiftung im Jahr 2020 ausgewählt – darunter das Wittenbacher Projekt, welches mit Fr. 140‘000.- gefördert wird. Alle am Programm teilnehmenden Gemeinden sehen vor, Netzwerke zur Unterstützung daheim lebender älterer Menschen aufzubauen. Dabei setzen sie unterschiedliche Akzente – von der digitalen Community-Plattform über Informations- und Anlaufstellen für Ältere in den Quartieren bis zur Wohnassistenz und Sorgekultur.

Vernetzt Sorgende Gesellschaft
Die Gemeinde Wittenbach baut Dienstleistungen und Kontakte rund ums Alter auf. Diese soll Pflege- und Betreuungsanbietern, Altersorganisationen und der Bevölkerung offenstehen. „Das Ziel ist eine vernetzte, sorgende Gemeinschaft. Dies soll erreicht werden durch die Kooperation verschiedener Organisationen im Alters- und Gesundheitsbereich“, erklärt Oliver Gröble, Gemeindepräsident von Wittenbach die Projektidee.

40 Interviews, 300 Ideen

Die Bedürfnisse und Anliegen von Fachpersonen und der betroffenen Bevölkerung wurden dabei möglichst früh einbezogen. „Wir haben über 45 Interviews mit Senioren*innen, Angehörigen und Freiwilligen sowie von Anbietern wurden geführt. Mittels der Design Thinking Methode resultierten daraus über 300 Ideen.“ so Ruth Keller, Projektleiterin des Projekts Socius. Dabei wurden rund 40 Prototypen unter Einbezug der befragten Personen erarbeitet und durch deren aktive Mitwirkung getestet und weiterentwickelt.

Unkomplizierte Unterstützung im Alltag
Wer Unterstützung im Alltag braucht, sei es insbesondere im Bereich der ambulanten oder stationären Pflege, Beratung in Finanzfragen, Wohnformen, Freizeit etc., soll diese unkompliziert beschaffen können. „Der Angebotsdschungel überfordert teilweise die ältere Bevölkerung und ihre Angehörigen, so dass dies das erste Projekt aus den 40 Prototypen ist, welches die Kooperation verfolgt“ erklärt Thomas Diem, Vorsitzender der Geschäftsführung der Pro Senectute St.Gallen. Dabei soll eine digitale Plattform eines „Chatbots“ entwickelt werden, der dazu dient, die betroffenen Personen durch den Angebotsdschungel zu führen. Diese Idee soll nun auf Grund des Prototyps inhaltlich im Rahmen der Kooperation und unter Einbezug der älteren Bevölkerung weiterentwickelt und dann später getestet werden.


Socius, wenn Älterwerden Hilfe braucht
 

Datum der Neuigkeit 14. Sept. 2021
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