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News | Veranstaltungen

Neue Regeln auf öffentlichen Plätzen

Aufgrund von verschiedenen Verstössen in den letzten Jahren im Bereich Ruhestörung, Littering und Vandalismus ergreift die Gemeinde nun Massnahmen. Mit den Partnern von Schule und Kirchen werden nun einheitliche Regelungen für die öffentlichen Plätze geschaffen.

Der Bass dröhnt spät nachts aus den Boxen, Alkoholflaschen, Becher und Zigarettenstummel liegen am nächsten Morgen auf dem Pausenhof, den Spielplätzen oder rund um das Areal des Kirchenzentrums. Gruppen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen halten die Gemeinde mit solchen Aktionen auf öffentlichen Arealen auf Trab.

Projekt mit betroffenen Parteien
„Nach diversen Vorfällen in den wärmeren Monaten der letzten Jahre, bestand die Notwendigkeit, zu handeln“, sagt Jeremias Frei, Leiter der Offenen Jugendarbeit und Mitglied der Arbeitsgruppe „Ruhe und Ordnung“. In dieser Arbeitsgruppe sind Primar- und Oberstufenschule, die beiden Kirchen sowie die Politische Gemeinde vertreten. Interimsmässig ist Jeremias Frei zusammen mit Gemeindepräsident Oliver Gröble für die Umsetzung derer Massnahmen zuständig. „Gemeinsam mit allen Beteiligten wurde im Rahmen eines Gesamtprojektes an einer einheitlichen Umsetzung gearbeitet und zwar mit dem Fokus auf Prävention und Sanktion“, so Frei weiter. Das Projekt beinhaltet folgende Massnahmen:

  • Die gleichen Nutzungsbestimmungen auf den öffentlichen Anlagen
  • Eine zentrale Koordinationsstelle auf der Gemeindeverwaltung
  • Die Verstärkung der Aufsuchenden Jugendarbeit
  • Aussenstandaktionen zur Sensibilisierung der Problematik
  • Einen gemeinsamen Auftraggeber für die Sicherheitsfirma, welche behördenübergreifend agieren und mittels Leistungsvereinbarung gezielt operieren kann.
  • Zwei neue alternative Aufenthaltsräume die für Jugendgruppen ab 16 Jahren, die „Cliquenräume“

Mehrere Gespräche mit Anwohner*innen
Die neuen Nutzungsbestimmungen besagen z. B., dass der Konsum von Alkohol und Zigaretten auf den genannten öffentlichen Anlagen mit Wegweisung, Amtsanzeige oder Ordnungsbusse bestraft wird. Hinweistafeln, die an den entsprechenden Plätzen aufgestellt werden, informieren über die Regeln, die es einzuhalten gilt. „Das Projekt ist breit abgestützt“, so Gemeindepräsident Oliver Gröble. „Ich bin froh, dass wir es geschafft haben, alle Partner ins Boot zu holen. Gemeinsam haben wir eine Lösung erarbeitet, von der ich überzeugt bin, dass wir Erfolg haben werden.“ Dabei geht es dem Gemeindepräsident auch darum, Anwohner*innen das Recht auf einen ruhigen Abend zu geben. „Ich habe viele Gespräche mit Anstössern und Grundeigentümern zu dieser Problematik geführt, es war an der Zeit zu handeln“, so Gröble.

Fehlverhalten führt zu Konsequenzen
Mitarbeiter der Sicherheitsfirma „VüCH“ werden auf Kontrollgängen durch die Gemeinde allfällige Verstösse dokumentieren, die Personalien der Verursacher*innen aufnehmen und diese der Gemeindeverwaltung weiterleiten. „Bei allfälligen Verstössen können wir nun koordiniert sanktionieren, da dieselben Nutzungsregeln auf den öffentlichen Anlagen gelten. Bisher haben alle Beteiligte des Projekts eigenständig gehandelt.“ erklärt Frei. Die künftige Koordinationsstelle auf der Gemeindeverwaltung übernimmt die entsprechenden administrativen Aufgaben bei der Umsetzung der Massnahmen und dient den Bürger*innen gleichzeitig als Meldestelle. Auf der Emailadresse ruheundordnung@wittenbach.ch können schon heute Störungen gemeldet werden.

Telefonhotline wird eingerichtet
Ab kommenden Freitag, dem 4. Juni, bis Ende August, können die Anwohner*innen beobachtete Störungen jeweils telefonisch an die Zentrale der VüCH melden. Jeden Freitag- und Samstagabend, zwischen 20:00 und 24:00 Uhr sind die Telefone der  VüCH Zentrale aufgeschaltet. Unter der Telefonnummer 071 310 09 50 werden die Meldungen entgegen genommen und unmittelbar an die Einsatzpersonen vor Ort weitergeleitet.

Massnahmen wegen einer Minderheit
Die grosse Mehrheit der Wittenbacher Jugend hält sich an die Regeln und wird von Behörden wie auch Anwohner*innen auf den öffentlichen Plätzen akzeptiert. „Wer niemanden mit lauter Musik und Geschrei stört sowie seinen Abfall mitnimmt, ist überall willkommen.“ so Frei. Es sind wenige Jugendliche, die Probleme machen. Da sich Jugendgruppen laufend verändern und die Gruppen auch ihre beliebten Aufenthaltsorte wechseln, sind Jugendliche im öffentlichen Raum ein stetiges Thema. Dabei ist die Sensibilisierung über ein verantwortungsvolles Verhalten eine zentrale Aufgabe der Aufsuchenden Jugendarbeit. Diese plant im Sommer 2021 Infostände an den entsprechenden Plätzen, um den Dialog mit Jugendlichen und Anwohner*innen zu suchen. Ebenfalls wird es eine Social Media Kampagne für Jugendliche auf Instagram geben.

Räume für Jugendliche
Welche Optionen haben Jugendliche, um sich zu treffen? „Natürlich in unserem Jugendtreff „Backflip“ bei der Feuerwehr“, sagt Frei und „ganz neu wird es zwei sogenannte „Cliquen Räume“ geben.“ Diese befinden sich im alten Schulhaus Dorf. Für 50 Franken im Monat können die Jugendlichen den Raum mieten und dort ihre Zeit gemeinsam verbringen. „Das Ziel ist es, die Verantwortung zu fördern und ihnen einen Raum, nur für sich zu geben“, erklärt Frei.



Datum der Neuigkeit 1. Juni 2021
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