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News | Veranstaltungen

„Spiesen in den Finger gehören dazu“

Seit Anfang September wurde die Wiese vor der Spühl jeweils am Samstag in eine Werkstatt umfunktioniert: die Kinderbaustelle. Kinder zwischen vier und etwa 13 Jahren haben fleissig gesägt, gehämmert, gebohrt und dabei unterschiedliche Bauten erstellt. Ende Oktober ist das Pilotprojekt zu Ende und die Kinderbaustelle wird zurückgebaut. Martina Wagner, Projektleiterin der Kinderbaustelle, war jeden Samstag vor Ort und hat die kreativen und jungen Handwerkerinnen und Handwerker begleitet, Instruktionen gegeben, unterstützt und auch den einen oder anderen „Spiesen“ aus einem Finger gezogen. Sie schaut zurück auf eine spannende Zeit mit der Kinderbaustelle Wittenbach.

Wie ist das Pilotprojekt „Kinderbaustelle“ aus deiner Sicht gelaufen?
Das Angebot der Kinderbaustelle hat unglaublich eingeschlagen. Insbesondere, als das Wetter warm und schön war. Der Andrang liess später etwas nach und doch hatten wir auch an einem verregneten Samstag etwa 20 Kinder auf der Kinderbaustelle. Insgesamt kamen rund 250 verschiedene Kinder vorbei, diverse davon besuchten uns mehrmals. Das Bedürfnis nach einem Ort, wo Kinder nach eigenen Vorstellungen bauen und werken können, ist aus meiner Sicht also absolut vorhanden. Auch wenn die Eltern die Verantwortung für ihre Kinder tragen, bin ich froh, dass wir keine Unfälle hatten. „Spiesen“ in den Händen oder dass man sich mal mit dem Hammer auf den Finger schlägt, gehört dazu; aber auch das war kaum der Fall.

Wer hat das Angebot genutzt?
Die meisten Kinder wurden von einer erwachsenen Person begleitet. Da waren teilweise auch sehr ambitionierte Eltern dabei, die ihre Kinder angeleitet haben. Ich musste etwas schmunzeln, wenn zum Beispiel die Bretter alle gleich breit und gleich gerade sein mussten. Wenn Kinder den Lead haben, sieht man das den Bauten an. Sie sind dann halt eben nicht so perfekt und gleichmässig. Aber wir hatten auch Besucherinnen und Besucher, die vorher vermutlich noch nie einen Hammer in der Hand hatten. Ich finde es toll, dass auch solche Eltern ihren Kindern diese wertvollen Erfahrungen ermöglichen. Zudem können die wenigsten Eltern ihren Kindern zu Hause Werkzeuge, Baumaterialien und auch den Platz für den Bau einer Hütte zur Verfügung stellen.

Habt ihr auch Feedbacks erhalten?
Einige wollten Eintritt bezahlen und waren erstaunt, dass das Angebot gratis war. Es kam auch der Input, dass wir eine Spendenkasse aufstellen sollen. Das haben wir gemacht und können uns mit dem Geld weiteres Material oder Werkzeug kaufen. Das schönste Feedback ist für mich jedoch zu sehen, wie motiviert, kreativ und vielseitig die Kinder an ihren Bauten arbeiteten. Egal ob dabei eine Hütte, ein Katzenbaum oder ein Vogelhüsli entstanden ist.

Welche Schlüsse oder Erkenntnisse ziehst du aus der Pilotphase?
Wir werden in der Arbeitsgruppe sicherlich noch eine Beurteilung des Projekts vornehmen. Was ich bereits jetzt sagen kann ist, dass wir viel mehr Schrauben benötigten, als geplant. Da habe ich mich etwas verrechnet. Auch kamen wir mit unseren personellen Ressourcen teilweise an die Grenzen. Insbesondere bei schönem Wetter, wenn wir viele Kinder mit ihren Begleitpersonen auf dem Platz hatten.

Samstag, 31. Oktober findet das Abbruchsfest statt. Was ist damit gemeint?
Wir brechen die Kinderbaustelle wieder ab. Oder besser gesagt, wir machen einen Rückbau, denn wir schlagen nicht einfach wild drauf los alles zusammen. Diverses Material ist wiederverwendbar und es wäre eine Verschwendung, dieses einfach wegzuwerfen. Wir freuen uns deshalb auf tatkräftige Hilfe von Besucherinnen und Besucher der Kinderbaustelle. Schön wäre, wenn uns viele mit ihrem eigenen Akkubohrer oder einem Geissfuss unterstützen könnten. Im Anschluss grillieren wir die 80 Würste, die uns die Migros sponsert.

Martina Wagner im Interview mit Isabel Niedermann
 

Herzlichen Dank den Sponsoren
Candotti Malerei, Cellere, Deko, Dolder AG, Knechtle Eisenwaren AG, Künzli Holz, Lenggenhager Trogen, Medbase, Migros Wittenbach, SFS Unimarkt, Spühl AG, Stutz, Walo.

 

 

 

 

Beni Gautschi, Gemeinderat und Mitinitiant der Kinderbaustelle WittenbachDas Pilotprojekt der Kinderbaustelle in Wittenbach war äusserst erfolgreich: Die Nachfrage war enorm und die dafür eingesetzten finanziellen Mittel relativ gering. Daher soll die Kinderbaustelle in Wittenbach auch im nächsten Jahr wieder durchgeführt werden. Das Projekt ist ein gutes Beispiel, wie die sogenannte Offene Arbeit mit Kindern gelungen umgesetzt werden kann. Ich würde künftig gerne mehr Projekte in dieser Art angehen.

 


Martina Wagner
Martina Wagner

Datum der Neuigkeit 20. Okt. 2020
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