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01.06.2020 16:11:11


Trotz Lockerungen geringe Vereinstätigkeiten

Das Coronavirus hält die Welt weiterhin auf Trab. Das gesellschaftliche Leben wurde eingeschränkt und somit auch diverse Vereinstätigkeiten. Drei Vertreter der Vereine FC Wittenbach, Musikgesellschaft Konkordia und IG Schloss Dottenwil erzählen, wie sie bis jetzt die Corona-Zeit erlebten und berichten über abgesagte Veranstaltungen, Unsicherheiten und Schutzkonzepte.

Der Ball rollt noch nicht
Auf dem Trainingsplatz des FC Wittenbach wird trotz der Lockerungen des Bundesrates noch kein Vereinsfussball gespielt. Zu hoch seien die Auflagen des Schweizerischen Fussball Verbandes, um die Trainings wieder aufzunehmen, sagt Chipi Leuthold, Präsident des FC Wittenbach: „Fussball ist ein Sport mit Körperkontakt, der so nicht möglich ist.“ Leuthold hofft auf eine Anpassung der Schutzmassnahmen ab dem 8. Juni 2020. Das Coronavirus hat das Vereinsleben zum Erliegen gebracht. Keine Trainings, keine Spiele,dafür einige offene Fragen. „Im Moment wissen wir noch nicht, ob wir nach den Sommerferien wieder mit der Meisterschaft starten können. Auch ist unklar, ob die HV im September mit über 200 Personen durchführbar ist“ so Leuthold. Bereits entschiedene Sache ist hingegen die Absage des Grümpeliturniers inklusive dem schnellsten Wittenbacher. Da müssen die Kinder bis Juni 2021, bis sie wieder um die Wetter rennen dürfen. 

Auf musikalischem Entzug
Das Coronavirus traff auch die Musikgesellschaft Konkordia mit voller Wucht. „Wir standen inmitten der Vorbereitung für das Unterhaltungskonzert, als der Lockdown kam.“ erzählt Robert Walser, Präsident der Konkordia. Alles sei vorbereitet gewesen und musste innert Kürze wieder abgesagt werden. „Das war bitter, denn das Unterhaltungskonzert ist der Höhepunkt unseres Vereinslebens und zudem auch unsere Haupteinnahmequelle.“ so Walser. Am 24. Oktober 2020 wird ein neuer Versuch gestartet, in der Hoffnung, dass das Konzert mit möglichst geringen Auflagen durchgeführt werden kann. „Ich hoffe, dass wir bis dann keine Abstandsregeln und Personenbeschränkungen mehr haben, ansonsten müssen wir schauen, wie wir damit umgehen.“ Die aktuellen Lockerungen des Bundesrates haben für die Konkordia leider keine Veränderung gebracht. Die Proben finden erst wieder statt, wenn sich über 50 Personen treffen können. „Wir sind zwar weiterhin auf musikalischem Entzug, aber wir beginnen insbesondere mit den Kirchgemeinden wieder mögliche Auftritte zu planen.“

Die Türen bleiben zu
Auch die IG Schloss Dottenwil hofft auf baldige Normalität, hat sich aber entschieden, die Schlosstüren noch nicht zu öffnen, wie Peter Lorenz, Co-Präsident der IG Schloss Dottenwil erläutert: „Mit unserem reinen Wochenendbetrieb, der ausschliesslich mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern geführt wird, könnten wir das erforderliche Schutzkonzept nur mit einem unverhältnismässigen Aufwand umsetzen.“ Ohne Gastronomie mache auch die Öffnung des Museums wenig Sinn. Die durch die Coronasituation abgesagten Ausstellungen und Kulturanlässe bedauert Lorenz. „Der wunderschöne April wäre ideal für einen gut besuchten Schlossbetrieb gewesen.“ Das wird sich auch in der Jahresrechnung zeigen, denn diese Einnahmen werden nun fehlen. Die Krise hat zudem die verletzlichen Strukturen des Schlossbetriebs aufgezeigt: „Dreiviertel unserer Helferinnen und Helfer gehören der Risikogruppe 65+ an. Es wäre wichtig, wenn wir vermehrt auch jüngere Personen für den Schlossbetrieb gewinnen könnten.“

Trotz Lockerungen des Bundesrates lassen die gewohnten Vereinstätigkeiten der drei erwähnten und auch von weiteren Vereinen noch ein wenig auf sich warten. Andere Wittenbacher Vereine wie beispielsweise der Badminton-, Volleyball-, Handball-, Baseballclub oder die Schützengesellschaft sind bereits einen Schritt weiter. Sie haben bei der Gemeinde ein Schutzkonzept vorgelegt und können ihre Trainings unter Einhaltung der teils strengen Auflagen wieder aufnehmen.


Schloss Dottenwil
 

Datum der Neuigkeit 19. Mai 2020
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