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News | Veranstaltungen

Diskussion an der Jugendkonferenz über Rassismus, Schuluniformen und mehr

Dienstagmorgen, 11.00 Uhr, Aula OZ Grünau. Statt Mathematik, Zeichnen, Englisch oder eine Freilektion sitzen alle rund 300 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe Grünau in der Aula. Im Rahmen der Kinderrechtswoche in Wittenbach erwartet die Jugendlichen eine Podiumsdiskussion zum Thema Kinder- und Menschenrechte. Auf der Bühne stehen die vier Herren aus Politik, Schule, Polizei und Gewerbe: Oliver Gröble, Gemeindepräsident; Dominik Rechsteiner, Schulleiter OZ Grünau; Dionys Rohner, Jugenddienst der Kantonspolizei und Bruno Wenzinger, pensionierter Personalverantwortlicher. Diese Runde diskutiert Fragen, welche die Jugendlichen im Vorfeld in ihren Klassen vorbereitet haben. Die Schulsozialarbeiterin Esther Allenspach moderiert die Jugendkonferenz und taucht mit den Fragen der Jugendlichen ins Thema ein. „Erfahren Kinder in der Gemeinde Wittenbach wegen ihrer Nationalität oder Religion Nachteile?“ oder „Werden Ausländer anders behandelt als Schweizer?“. Polizist Dionys Rohner weist bei diesen Fragen auf das Rassismusgesetz hin: „Personen dürfen aufgrund ihrer Rasse oder ihrer Religionszugehörigkeit nicht anders behandelt werden.“ Bei weiteren Fragen über Rassismus, Ausgrenzung und Mobbing sind sich die Gesprächsteilnehmer grundsätzlich einig: Gesetze sind das eine, der Umgang miteinander das andere und in diesem Punkt ist jeder in der Verantwortung. Oder wie es Pensionär Bruno Wenzinger formuliert: „Seid sympathisch miteinander und respektiert euch!“.

Weiter geht es mit Fragen zu Schuluniformen und ob der Schulleiter diese befürworten würde. Dominik Rechsteiner ist geteilter Meinung: „Schuluniformen können zwar helfen den Druck nach Markenkleider zu verringern, dieser Druck kann sich dann aber auf andere Bereiche verschieben, wie z. B. auf bestimmte Handymarken.“ Weiter wollen die Schülerinnen und Schüler wissen, wie sich die Gemeinde für die Kinderrechte einsetzt und was man machen könne, dass die Kinder mehr respektiert werden. Gemeindepräsident Oliver Gröble zeigt unterschiedliche Angebote der Gemeinde auf, die Kindern und Jugendlichen zu Gute kommen, wie z. B. Spielplätze, Frühförderung, Schulsozialarbeit oder das neue Pilotprojekt Familienwerk. „Es gilt aber auch, die Kinder vermehrt in Projekte einzubeziehen und ihnen eine Stimme zu geben“, meint er. Diese Idee wird zum Schluss der Veranstaltung wieder aufgenommen, indem die Schülerinnen und Schüler dazu motiviert werden, im Schülerforum des OZ mitzumachen, sich zu engagieren und die eigenen Ideen einzubringen.

 

Stimme der Jugendlichen
Der 13-jährige Leandro und die 15-jährige Francesca haben an der Jugendkonferenz als Vertretung ihrer Klassen den Podiumssteilnehmern ihre Fragen gestellt. Die beiden Jugendlichen über die Jugendkonferenz, Kinder- und Menschenrechte:

Leandro: Mir hat es heute gut gefallen. Durch die verschiedenen Podiumsteilnehmer konnte jeder aus seiner Sicht etwas zu den Fragen sagen. Mir war wichtig, dass sie gesagt haben, dass Schweizer und Ausländer gleich behandelt werden. Ausserdem finde ich es gut, dass Kinder auch Rechte haben, nicht nur die Erwachsenen.

Francesca: Es war spannend, am meisten interessierte mich das Thema der Schuluniformen. Irgendwie fände ich es gut, wenn wir alle die gleiche Kleidung tragen. Auf der anderen Seite ist es auch nicht so toll, wenn wir alle gleich aussehen. Menschenrechte finde ich sehr wichtig. In meinem Umfeld war einmal jemand von einem rassistischen Vorfall betroffen und ich mag es überhaupt nicht, wenn jemand rassistisch ist.

 


Die Jugendkonferenz ist eine von verschiedenen Aktivitäten, die aus Anlass von „30 Jahre Kinderrechte“ in der Gemeinde Wittenbach durchgeführt wurden. Die Arbeitsgruppe Prävention hat dabei ein Programm (Jugendkonferenz, Pausenplatzaktivitäten, Kinonacht etc.) ausgearbeitet, das unter der Federführung der Offenen Jugendarbeit in Zusammenarbeit mit Schulsozialarbeit, OZ und der christlichen Jugendarbeit umgesetzt werden konnte.


Jugendkonferenz
 

Datum der Neuigkeit 26. Nov. 2019
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