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19.11.2019 14:56:44


Wie funktioniert unsere Kultur?

Die Arbeitsgruppe Integration setzt sich für das Zusammenleben von anderen Kulturen in unserer Gemeinde ein. Vor rund sieben Jahren konnten mit dem Projekt KulTür sehr positive Erfahrungen gemacht werden. Nach einer Pause wird das Projekt nun wieder aufgenommen. Stefan Bacher, Gemeinderat und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Integration erzählt im Gespräch, wie das KulTür heute aussieht:

Was ist die Idee des KulTürs?
Es gibt in Wittenbach nach wie vor Menschen, die mit der hiesigen Kultur nicht so bewandert sind. Oft fehlt dazu das Wissen, wie wir in unserer Gesellschaft alltäglich Dinge angehen. Hier wollen wir Hilfestellung bieten. Grundsätzlich geht es darum, dass Menschen mit einem anderen kulturellen Hintergrund mehr Selbstständigkeit erhalten, um sich in unserer Gemeinde gut zurecht finden.

Wer steckt hinter dem KulTür?
Ursprünglich wurde das Projekt von der Primarschule auf die Beine gestellt. Nun wird das KulTür von der Arbeitsgruppe Integration durchgeführt. Darin sind die beiden Kirchen, die Primarschule, die Oberstufe, das Sozialamt und einzelne Privatpersonen vertreten. Das Projekt wird durch die Gemeinde getragen und vom Kanton mit einem Beitrag unterstützt.

Und wie sieht das Projekt konkret aus?
Das KulTür ist eine Kursreihe von acht Kursterminen à zwei Stunden. Bei jedem Termin wird dabei ein anderes Thema behandelt. In dieser Kursreihe decken wir Themen wie Geld, die Gemeinde Wittenbach, Umgangsformen oder Medien und Freizeit ab. Aufgrund der unterschiedlichen Themen haben wir auch unterschiedliche Kursleiter, die diese zwei Stunden jeweils interaktiv gestalten. Die Kursteilnehmenden sollen dabei auch die Möglichkeit haben Fragen zu stellen und eigene Themen einzubringen. Dolmetscher sorgen dafür, dass die Leute die Inhalte auch verstehen.

Wer nimmt am Kurs teil?
Der Kurs ist für alle, die in Wittenbach wohnen und interessiert sind, wie wir Schweizer ticken und funktionieren. Bei diesem Kurs sind nun zehn Frauen und ein Mann dabei, die etwa 20 bis 40 Jahre alt sind und hauptsächlich aus Eritrea kommen.

Die ersten beiden Termine fanden bereits statt. Wie ist das Feedback?
Gemäss den Kursleitern sind die Teilnehmenden sehr interessiert und haben gut mitgemacht. Die zwei Stunden seien schnell vorbei gegangen und sind fast etwas zu knapp für die Inhalte, die vermittelt werden sollten. Weitere Feedbacks im Verlauf des Kurses werden wir aufnehmen und schauen, inwiefern wir sie in die Kursreihe vom nächsten Jahr integrieren können.

Gemeinderat Stefan Bacher im Gespräch mit Isabel Niedermann


Gemeinderat Stefan Bacher
 

Datum der Neuigkeit 5. Nov. 2019
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