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News | Veranstaltungen

ARA Hofen und ARA Morgental spannen zusammen

Gemäss dem neuen Gewässerschutzgesetz muss sowohl die Abwasserreinigungsanlage Hofen wie auch die ARA Morgental eine zusätzliche Reinigungsstufe einbauen, um sogenannte Mikroverunreinigungen aus dem Abwasser zu entfernen. Das Abwasser der beiden ARA soll voraussichtlich 2021 mit der zusätzlichen Eliminationsstufe gereinigt werden. Fredi Widmer, Gemeindepräsident über das gemeinsame Projekt:

Was versteht man unter Mikroverunreinigungen?
Das sind beispielsweise Medikamentenrückstände, Chemikalien in Textilien, Waschmitteln, Kosmetika oder Farben. Sie werden in den zentralen Abwasserreinigungsanlagen nicht oder nur teilweise entfernt und gelangen zwar in geringer Konzentration, aber dennoch nachweislich messbar, mit dem gereinigten Abwasser in die Gewässer. Solche Mikroverunreinigungen können sich negativ auf Wasserlebewesen und Trinkwasserressourcen auswirken.

Wie gehen dabei die beiden Abwasserreinigungsanlagen Hofen und Morgental vor?
Wir haben hier nun eine schweizweite Premiere, und zwar wird die Elimination von Mikroverunreinigung für beide ARAs in einer gemeinsamen Verfahrensstufe ausgeführt. Das biologisch gereinigte Abwasser der ARA Hofen gelangt dabei über die Ablaufleitung auf das Areal der ARA Morgental in Steinach. Dort wird es zusammen mit dem Abwasser der ARA Morgental durch die neue Anlage EMV (Elimination Mikroverunreinigung) geführt. Anschliessend wird das gereinigte Wasser in den Bodensee geleitet.

Wie sieht die Realisierung dieser neuen Anlage aus?
Auf dem Areal der ARA Morgental wird ein neues 70m langes und 25m breites zweistöckiges Gebäude entstehen. Alle technischen Installationen, Leitungen, Becken und Prozesse werden dort integriert. Ausserhalb des Gebäudes werden keine Emissionen wahrgenommen. Die Nachbarn und Anwohner werden also weder etwas hören noch riechen. Da der Prozess der EMV relativ viel Strom verbraucht, wird auf dem Dach eine grossflächige Photovoltaik Anlage installiert. Bis zu 10% der nötigen Strommenge kann so selbst erzeugt werden. Mit dem Bau wird 2019 begonnen. 2021 kann die Anlage voraussichtlich in Betrieb genommen werden.

Wer trägt dabei die Kosten?
Bei diesem Projekt ist der Abwasserverband Morgental, die Stadt St. Gallen und Wittenbach beteiligt. Die Bruttoinvestitionskosten liegen bei rund 24 Mio. Franken, wobei der Bund einen Grossteil davon übernimmt. Nach Abzug der Bundesbeiträge verbleibt für Wittenbach noch einen Betrag von rund 530‘000 Franken.

Im Gespräch mit Isabel Niedermann


ARA Morgental mit EMV Anlage
 

Datum der Neuigkeit 9. Okt. 2018
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